DRAMA UM EIN KNALLROTES GUMMIBOOT

Schon immer feierte der SC TURM seine Clubfeste gerne an einem Weiher. In jüngster Zeit liegt der in Hirzweiler, früher war es „Leinenbachs Weiher“ zwischen Illingen und Uchtelfangen. Maggy Leinenbach war eine Schülerin von mir, bot uns ihren wunderschön gelegenen Weiher an.
In lebhafter Erinnerung ist das Clubfest anno 1977. Bei ihm spielte Maggys knallrotes Gummiboot eine wichtige Rolle. Das Foto oben zeigt dieses Boot mit meiner Gattin Brigitte und unserem Mittelschnauzer Uli. Dieses Boot wurde von unserem Jugendspieler Elmar Meiser (er war später Amtsrat bei der Gemeinde Illingen) und seinen Kumpanen gegen Mitternacht in Besitz genommen. Elmar und Vasallen wehrten alle Angriffe erfolgreich ab, wobei sie sich auf brutalste Weise der zum Boot gehörenden massiven Holzpaddel bedienten.
Im Laufe der Nacht startete diese Horde, den gefürchteten Wikingern gleich, immer wieder aus der Finsternis heraus ihre Angriffe auf die am Ufer friedlich Feiernden. Unser damaliger Kassierer Wolfgang Kuhn war ihr prominentestes Opfer. Er saß dösend am Lagerfeuer, hatte seinen hölzernen Turm dabei, eine Sparkasse, die er auch an diesem Abend rundgehen ließ. Durch die Meisersche Horde aufgeschreckt, stürzte er mitsamt seinem Turm kopfüber ins Feuer, zog sich dabei an den Händen und im Gesicht schmerzhafte Verbrennungen zu. „Ihr Leid, redde de Turm!“ waren die letzten Worte, bevor er in Ohnmacht fiel.
Helmut Biegler, Kapitän der TURM-Jugendmannschaft und Saarlandmeister, verlor bei den Turbulenzen am Ufer einen Schuh. Der wurde nie mehr gefunden, auch Spürhund Uli suchte vergebens!

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