Gelungenes Jubiläumsturnier in Eppelborn

Submitted by Wolfgang Weber on Di, 01/16/2018 - 08:41
Jonas, Felix

Oldie Viktor Siebert und Nachwuchshoffnung Jonas Feidt mit Ehrenpreis

„Schach den drei Königen“ heißt es traditionell am ersten Sonntag des Jahres. Der Schachclub  Eppelborn mit seinem rührigen Vorsitzenden Thomas Klesen richtete dieses Turnier zum 22. Mal in Folge aus. In diesem Jahr stand es unter einem besonderen Motto: „90 Jahre Schachclub 1928 Eppelborn e.V.“ Gespielt wurde in der Turnhalle Wiesbach.
Zur Eröffnung des Jubiläumsturniers überbrachte die Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset die Grüße und Glückwünsche der Gemeinde. Zur zweiten Runde übermittelte Hans-Peter Knaack, Leiter des Kompetenzzentrums Sport, die Grußworte der Schirmherrin. Das war keine Geringere als die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die aber um 11 Uhr 11 einen wichtigen Termin in Saarbrücken hatte: Über 500 Närrinnen und Narren musste sie in den Räumen der Staatskanzlei begrüßen.
Die präsidentiale Schirmherrschaft hat beim Event Tradition: Lange Jahre war der vor Ort wohnende Peter Müller Schirmherr.  Müller, ein begeisterter Schachspieler,  war von 1999 bis 2011 saarländischer Ministerpräsident, bevor er Richter am Bundesverfassungsgericht wurde. Seine Nachfolgerin ist Annegret Kramp-Karrenbauer, sowohl im höchsten Amt des Landes, als auch als Schirmherrin des Eppelborner Traditionsturniers.
Gleich drei Ortsvorsteher zählten in Wiesbach zu den Ehrengästen: Stefan Löw (Wiesbach), Reiner Paul (Hierscheid) und natürlich auch der Ortsvorsteher von Eppelborn, Berthold Schmitt. Letzterer  hat das das größte saarländische Schnellschachturnier seit der ersten Ausrichtung 1996 jedes Jahr besucht.
Der Verein konnte die Preisgelder erhöhen, deshalb die vielen Teilnehmer aus dem Saarland und den angrenzenden Regionen.  Am Ende saßen sich 74 Freunde des Königlichen Spiels am Schachbrett gegenüber. Gespielt wurden 7 Runden nach Schweizer System mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Runde. Die Favoriten waren die beiden DWZ-stärksten Spieler: FIDE-Meister Samir Mohammad von der SVG Saarbrücken und Rick Frischmann von Caissa Schwarzenbach. Doch beide landeten am Ende nur auf den Plätzen 4 und 5, immerhin noch mit schönem Preisgeld verbunden. Den von der Sparkasse Neunkirchen gespendeten Siegerpokal aber hielt am Ende mit starken 6,5 aus 7 ein anderer in der Hand: Manuel Weller, Startrangliste 3, vom Schachclub SC Niedermohr-Hütschenhausen. Doch das Saarland folgte ihm im Doppelpack, auf kuriose Weise: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers waren zwei der Top 3  in allen Resultaten gleich – gleiche Punktzahl und gleiche Feinwertung“, verkündet Thomas Klesen. „Und sie hatten leider auch nicht gegeneinander gespielt. Wäre dies der Fall  gewesen und einer hätte gewonnen, hätte der direkte Vergleich gezählt!“  Somit musste der zweite Platz geteilt werden, das ausgeschriebene Preisgeld erhielten zu gleichen Teilen Thomas Becker vom SC Turm Winterbach und Jörg Klein vom SV Schwalbach.
Dem Schachclub Eppelborn liegt traditionell die Schachjugend am Herzen, deshalb wurden zu Beginn der Siegerehrung die jüngsten Teilnehmer geehrt: bei den Jungen  Daniel Hoppstädter und Arthur Fritz, beide 9, bei den Mädchen Celine Schneider, 12.
Der SC Turm schickte in Wiesbach vier Spieler ins Rennen: Viktor Siebert, Fritz Henschel, Dennis Feidt und dessen Sohnemann Jonas, 14.  Jonas (auf dem Foto links, neben ihm sein Vereinskamerad Felix Schuh) freute sich riesig über den Preis als bester Jugendlicher. Mit 4 Punkten landete der Illinger Nachwuchsspieler im vorderen Tabellendrittel, auf Rang 23. „Ich hatte mich gut vorbereitet, probierte einige Sachen aus. Das hat prima geklappt“, kommentiert der Turm-Hoffnungsträger. Die gleiche Punktzahl wie Jonas bescherte wegen der schlechteren Feinwertung Fritz Henschel nur Rang 29. Dennis, Vater von Jonas, begnügte sich mit Rang 64. Gut drauf war einmal mehr Oldie Viktor, 66, vor 5 Jahren saarländischer Seniorenmeister. In dieser Altersklasse war er auch in Wiesbach der Beste und erhielt den Seniorenpreis. Viktor erkämpfte 5 Punkte, landete auf einem hervorragenden 13. Platz, punktgleich mit dem Tabellensechsten.
Die Illinger Delegation blickt mit Freude auf ihr gutes Abschneiden in Wiesbach zurück und ist sich einig, dass es  für sie am 06. Januar 2019 mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder heißen wird: „ Schach den drei Königen!“