Heidesheim I - SC Turm Illingen I 6-2

Hier der Bericht von Helge Rückert:

Nichts zu holen in Heidesheim

In den Auswärtskampf bei den jungen und sehr starken Schachfreunden Heidesheim ging die erste Mannschaft des SC Turm Illingen, obwohl im Vorjahr an selber Stätte ein Überraschungscoup gelungen war, als klarer Außenseiter, zumal zwei Stammkräfte fehlten und man ersatzgeschwächt antreten musste. Nach langer und anstrengender Anreise über zum Teil schneebedeckte Straßen fand man vor Ort optimale Spielbedingungen und einen in Bestbesetzung antretenden Gastgeber vor. Es dauerte zwar recht lange (über 3 h), bis die ersten Partien zu Ende gingen, doch an den meisten Brettern gewannen die Heidesheimer von Beginn an nach und nach die Oberhand, sodass sich die letztlich klare Niederlage schon früh abzeichnete. 

An Brett 2 verlor Tilman Giese gegen den deutschen Jugendnationalspieler Thore Perske ebenso mehr oder weniger chancenlos wie auch einige andere Illinger gegen ihre jeweiligen Gegner. Auch die beiden Illinger Ersatzspieler Oliver Göltzer und Andreas Hauer, denen für die Bereitschaft auszuhelfen herzlicher Dank zu zollen ist, kämpften wacker und lange, mussten aber letztlich ihren nominell überlegenen Gegenübern zum Sieg gratulieren. An Brett 1 traf Frank Mayer wie im Vorjahr auf das in die erweiterte deutsche Spitze aufstrebende Talent Johannes Carow, und das Resultat war auch dasselbe. Während die Partie im Vorjahr allerdings erst nach haarsträubenden Komplikationen, die alle, die es miterleben durften, begeisterten, im Remis endete, war die diesjährige Partie, in der  Frank zu einer knappen Punkteteilung kam (in der nachfolgenden Analyse sollte sich erweisen, dass Johannes die Option gehabt hätte, in ein chancenreiches Endspiel abzuwickeln), deutlich weniger spektakulär. Die einzige Partie, die von Illinger Seite dominiert wurde, war diejenige von Boris Traub, der den einzigen vollen Punkt für Illingen erzielte. Mit dieser rundum überzeugenden Leistung sollte Boris die kleine Formkrise, in der er zu Beginn der Saison steckte, endgültig überwunden haben. Dafür, dass das Endergebnis aus Illinger Sicht letztlich noch halbwegs erträglich aussah, sorgte Steffen Enzmann, der Gegner von Helge Rückert, der, nachdem er die Partie aus der Eröffnung heraus völlig dominiert hatte, bei knapper Zeit gleich mehrere wirklich triviale Gewinnwege ausließ, und den Illinger noch in ein trotz Minus- und Doppelbauer haltbares Endspiel entwichen ließ.

Fazit: Eine hohe, aber nicht unerwartete Niederlage gegen einen sehr starken Gegner. Um die Wurst wird es im nächsten Heimkampf des SC Turm Illingen am 31.1.2016 gegen die vermeintlich schwächste Mannschaft der Liga, Gambit Saarbrücken, gehen. Da muss Illingen unbedingt punkten, denn sonst würde das Abstiegsgespenst trotz des guten Saisonstarts doch noch einmal beängstigend groß werden. Zuschauer sind dann ab 11.00 Uhr in der Welschbachhalle im Illinger Ortsteil Welschbach natürlich wieder gerne gesehen.

Die Partner haben sich gefunden, es kann los gehen!

Weitere Fotos, alle von Boris gemacht, links unter Bilder.