Schach und IQ

1988 hat unser damaliger Jugendleiter Rainer Ferschinger zum Thema „Kreativität im Schachspiel“ promoviert. Im Rahmen seiner Recherchen unterzog er uns diversen Intelligenztests. Zu den Ergebnissen befragt, grinste er verschmitzt und verkündete, das behalte er lieber für sich.

Für mich war klar: Rainer hatte genau das herausgefunden, was ich schon lange ahnte. In unserem Club sind Typen, die nicht allzu viel in der Birne haben, aber prima Schach spielen.

Jetzt finde ich prominente Unterstützung. Hauptthema im letzten Spiegel ist die Konzentration. K. Anders Ericsson,  Psychologie-Professor an der Florida State University, kennt Schachspieler, die es mit einem IQ von unter 100 in die Weltspitze gebracht haben.

Neueste Studien belegen: Das Bemühen, sich wirklich zu verbessern, die eigenen Grenzen auszuweiten und darin Zeit zu investieren, dieser Drang ist es, der die Außergewöhnlichen von den Mittelmäßigen trennt. Konzentrationsfähigkeit und der Wille, intensiv zu üben, lassen Intelligenz und Begabung als zweitrangig erscheinen.

 

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                                                                                                     Deckblatt der Doktorarbeit von Rainer Ferschinger